Erdgas: Globale Preisangleichung verzögert sich bis 2028 - Societe General

Die Analysten Michael Haigh und Jeremy Sellem von Societe Generale erklären, dass Störungen der katarischen LNG-Kapazitäten und die langsamere Erholung der Exporte aus der Golfregion die weltweite Annäherung der Gaspreise verzögert haben. Sie erwarten nun, dass die Rentabilität der LNG-Arbitrage zwischen den USA und Europa erst im Dezember 2028 gegen null tendiert. Dies deutet auf eine längere Phase regionaler Preisverwerfungen hin, bevor sich die Preise von TTF, JKM und Henry Hub stärker im Gleichlauf bewegen.

Konflikt verzögert das Ende der Arbitragemöglichkeiten zwischen den USA und Europa

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„Wir erwarten, dass sich das LNG-Überangebot und die regionale Preisangleichung verzögern, aber nicht ausbleiben. Der Krieg hat die weltweite Annäherung der Gaspreise um mehr als zwei Jahre verschoben. Vor dem Krieg wurde aufgrund des raschen Infrastrukturausbaus damit gerechnet, dass sich die Gaspreise in den USA und Europa bis Anfang 2027 annähern würden, da die Arbitragegewinne aus dem Transport von US-LNG nach Europa gegen null tendierten.“

„Die Preisangleichung verschiebt sich nun auf Ende 2028. Da sich die katarischen Exporte voraussichtlich erst Ende 2027 wieder auf das Vorkriegsniveau erholen werden, bleibt Europa länger auf US-LNG angewiesen. Die aktuellen Terminkurven deuten darauf hin, dass die Rentabilität der LNG-Arbitrage zwischen den USA und Europa erst etwa im Dezember 2028 gegen null tendiert. Dadurch verzögert sich die Entstehung eines wirklich integrierten globalen Gasmarktes.“

„Die nächste Ausbauwelle der LNG-Infrastruktur dürfte die Annäherung der globalen Gasmärkte beschleunigen. Auf Grundlage der bis 2030 prognostizierten zusätzlichen Verflüssigungskapazitäten deutet unsere Regressionsanalyse darauf hin, dass die Korrelation zwischen TTF und JKM von derzeit rund 0,79 auf 0,90 bis 2028 steigen und sich bis zum Ende des Jahrzehnts einer nahezu perfekten Korrelation annähern könnte.“

„Der fortgesetzte Ausbau der LNG-Infrastruktur dürfte letztlich einen liquideren, flexibleren und zunehmend vernetzten globalen Gasmarkt schaffen, regionale Preisunterschiede verringern und die Preise von TTF, JKM und Henry Hub stärker zusammenführen. Doch der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat diesen Prozess unterbrochen. Durch die Beschädigung bestehender katarischer Kapazitäten, die Verzögerung des künftigen Angebotswachstums und die Störung der Transporte durch die Straße von Hormus hat der Konflikt das erwartete LNG-Überangebot von Anfang 2027 auf Ende 2028 verschoben.“

(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur überprüft. Mehr erfahren.)