Kanadas Premierminister Carney: Werden unsere Position in den Handelsgesprächen mit den USA nicht ändern

Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte am Montag, sein Land habe seine Position in den Handelsgesprächen mit den Vereinigten Staaten (USA) nicht geändert. Carney fügte hinzu, etwaige Fortschritte seien darauf zurückzuführen, dass sich Washington der kanadischen Position angenähert habe.

Kernaussagen

Kanada hat seine Position in den Handelsgesprächen mit den USA nicht geändert.

Wir sind nicht bereit, die im August von den USA angebotenen Handelsbedingungen zu unterzeichnen.

Soweit in den Handelsgesprächen mit den USA Fortschritte erzielt wurden, liegt das daran, dass sich die USA unserer Position annähern.

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Marktreaktion

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Währungspaar USD/CAD bei 1,4012 und damit auf Tagessicht 0,06 % im Plus.

Häufig gestellte Fragen zum kanadischen Dollar

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren für den kanadischen Dollar (CAD) zählen das von der Bank of Canada (BoC) festgelegte Zinsniveau, der Preis für Öl als Kanadas wichtigstes Exportgut, die wirtschaftliche Verfassung des Landes, die Inflation und die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen dem Wert der kanadischen Exporte und Importe. Weitere Faktoren sind die Marktstimmung, also ob Anleger verstärkt in risikoreichere Vermögenswerte investieren (Risk-on) oder sichere Häfen suchen (Risk-off). Eine erhöhte Risikobereitschaft wirkt sich dabei positiv auf den CAD aus. Da die USA Kanadas größter Handelspartner sind, ist auch die Verfassung der US-Wirtschaft ein wichtiger Einflussfaktor für den kanadischen Dollar.

Die Bank of Canada (BoC) hat erheblichen Einfluss auf den kanadischen Dollar, indem sie das Zinsniveau festlegt, zu dem Banken einander Geld leihen können. Dies beeinflusst das allgemeine Zinsniveau. Das Hauptziel der BoC besteht darin, die Inflation durch Zinserhöhungen oder -senkungen bei 1–3 % zu halten. Vergleichsweise höhere Zinsen wirken sich tendenziell positiv auf den CAD aus. Die Bank of Canada kann die Kreditbedingungen auch durch quantitative Lockerung und Straffung beeinflussen, wobei Erstere den CAD tendenziell belastet und Letztere ihn stützt.

Der Ölpreis ist ein wesentlicher Einflussfaktor für den Wert des kanadischen Dollars. Erdöl ist Kanadas wichtigstes Exportgut, weshalb sich der Ölpreis in der Regel unmittelbar auf den Wert des CAD auswirkt. Steigt der Ölpreis, legt im Allgemeinen auch der CAD zu, da die Gesamtnachfrage nach der Währung zunimmt. Bei einem fallenden Ölpreis ist das Gegenteil der Fall. Höhere Ölpreise erhöhen zudem tendenziell die Wahrscheinlichkeit eines Handelsbilanzüberschusses, was den CAD ebenfalls stützt.

Traditionell galt Inflation stets als negativer Faktor für eine Währung, da sie den Geldwert mindert. In der heutigen Zeit ist jedoch angesichts der Lockerung grenzüberschreitender Kapitalverkehrskontrollen tatsächlich das Gegenteil der Fall. Eine höhere Inflation veranlasst Zentralbanken tendenziell zu Zinserhöhungen. Dies zieht verstärkt Kapital internationaler Anleger an, die nach einer rentablen Anlagemöglichkeit suchen. Dadurch steigt die Nachfrage nach der jeweiligen Landeswährung, im Falle Kanadas also nach dem kanadischen Dollar.

Veröffentlichte makroökonomische Daten geben Aufschluss über die Verfassung der Wirtschaft und können sich auf den kanadischen Dollar auswirken. Indikatoren wie das BIP, die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungsdaten sowie Umfragen zur Verbraucherstimmung können die Kursrichtung des CAD beeinflussen. Eine starke Wirtschaft ist positiv für den kanadischen Dollar. Sie zieht nicht nur mehr ausländische Investitionen an, sondern kann die Bank of Canada auch zu Zinserhöhungen veranlassen, was zu einer stärkeren Währung führt. Fallen die Konjunkturdaten hingegen schwach aus, dürfte der CAD nachgeben.