
Der US-Dollar (USD) ist vielversprechend in die Woche gestartet und hat seine Erholung bis in den Bereich von Mehrtageshochs fortgesetzt. Die zusätzliche Stärke des Greenback ging mit einer uneinheitlichen Entwicklung der US-Staatsanleiherenditen einher, während die Marktteilnehmer insgesamt vorsichtig agierten.
Der US-Dollar-Index (DXY) hat die Marke von 102,00 kurzzeitig überschritten und damit im Vorfeld wichtiger Ereignisse und Daten im weiteren Wochenverlauf an die Kursgewinne vom Freitag angeknüpft. Zunächst stehen die wöchentlichen ADP-Zahlen zur Beschäftigungsveränderung an, gefolgt von den endgültigen Daten zu den Baugenehmigungen, den Auftragseingängen für langlebige Güter, den Verkäufen neuer Häuser, dem Hauspreisindex der FHFA, dem Verbrauchervertrauensindex des Conference Board und dem wöchentlichen API-Bericht zu den US-Rohölbeständen.

EUR/USD ist auf Mehrtagestiefs zurückgefallen und notiert wieder unter 1,1200, nachdem sich die Stimmung gegenüber dem US-Dollar weiter aufgehellt hat. Vor der Rede von EZB-Präsidentin Lagarde werden die EZB-Daten zur Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte veröffentlicht.
GBP/USD ist der trüben Stimmung bei risikobehafteten Anlagen gefolgt und auf ein Viertagestief im Bereich von 1,3330 bis 1,3320 gefallen. Mit dem BRC-Ladenpreisindex steht ein weiterer Indikator für die Inflation in Großbritannien an.
Die uneinheitliche Entwicklung am US-Geldmarkt und weitere Gewinne des US-Dollars haben eine deutliche Erholung bei USD/JPY ausgelöst und den Kassakurs auf ein Zweitageshoch um 157,60 steigen lassen. Als Nächstes stehen im japanischen Wirtschaftskalender die üblichen wöchentlichen Zahlen zu Investitionen in ausländische Anleihen sowie die Daten zum Verbrauchervertrauen an.
AUD/USD hat seinen schwankungsreichen Handel fortgesetzt, wobei die Unterstützungszone bei 0,7000 den Abwärtsdruck vorerst recht gut abgefangen zu haben scheint. Am 28. Oktober wird in Australien die wichtige Inflationsrate im Mittelpunkt stehen.
Die nächstfälligen WTI-Futures (Dezember-Kontrakt) sind weiter unter Druck geraten und haben ihre Kursverluste vom Freitag ausgeweitet. Sie näherten sich kurzzeitig der psychologisch wichtigen Marke von 100,00 US-Dollar je Barrel, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Der Rückgang des Rohölpreises folgte auf neue Hoffnungen auf ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten.
Gold hat sich nach zwei Verlusttagen in Folge wieder etwas stabilisiert und den Bereich oberhalb der wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze zurückerobert. Die Erholung des Edelmetalls erfolgte trotz eines stärkeren US-Dollars und einer uneinheitlichen Entwicklung der US-Staatsanleiherenditen. Sinkende Rohölpreise scheinen den Anstieg jedoch unterstützt zu haben.