
Der US-Dollar (USD) konnte seine Erholung nicht aufrechterhalten und geriet im späteren Verlauf des nordamerikanischen Handels am Donnerstag unter leichten Verkaufsdruck. Damit hat der Greenback seine mehrtägige Korrektur letztlich weiter fortgesetzt, obwohl sich die geopolitischen Spannungen verschärften und Anleger auf breiter Front in sichere Häfen flüchteten.
Der US-Dollar-Index (DXY) näherte sich der Hürde von 102,00 Punkten, gab seine anfänglichen Gewinne anschließend jedoch wieder ab. Die Anleger bewerteten weiterhin die fragile geopolitische Lage sowie die erneut aufgekommene Unsicherheit im KI-Sektor. Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor bilden zusammen mit dem endgültigen Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan den Abschluss des Wirtschaftskalenders.

Die anhaltende Erholung von EUR/USD hat an Dynamik verloren, und das Währungspaar fiel wieder in Richtung seines Dreitagestiefs bei rund 1,1190 zurück. Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Deutschland und im Euroraum beschließen den regionalen Wirtschaftskalender dieser Woche.
GBP/USD konnte sich behaupten und moderate Gewinne verbuchen. Damit setzte das Währungspaar seine Erholung im Wochenverlauf über die Marke von 1,3400 hinaus fort. In Großbritannien stehen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, die Einzelhandelsumsätze sowie das GfK-Verbrauchervertrauen zur Veröffentlichung an.
Die Nachfrage nach sicheren Häfen hat dem japanischen Yen Auftrieb verliehen und USD/JPY in den Bereich von Dreiwochentiefs nahe 156,70 gedrückt. In Japan werden die Inflationsrate und die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor erwartet.
AUD/USD konnte seine Erholung nicht weiter über 0,7040 hinaus ausbauen und fiel anschließend unter deutlichen Verlusten in den Bereich von 0,7000 zurück. Als Nächstes stehen im australischen Wirtschaftskalender die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor an.
Die WTI-Futures mit der nächstfälligen Laufzeit (Dezember-Kontrakt) haben sich nach drei Verlusttagen in Folge wieder gefangen und testen erneut die psychologisch wichtige Marke von 100,00 US-Dollar. Der Preisanstieg des Rohstoffs folgte auf das Wiederaufflammen der Spannungen im Nahostkonflikt.
Gold ist auf neue Zweimonatstiefs nahe der wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze gefallen. Inflationssorgen und die Wahrscheinlichkeit einer weiteren geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank belasteten das Edelmetall ebenso wie eine deutliche Erholung des US-Dollars.