Silberpreis-Prognose: XAG/USD bricht nach unten aus und nähert sich den Jahrestiefs bei 54,77 US-Dollar

  • XAG/USD verliert am Donnerstag mehr als 3 % und fällt auf Tagestiefs unter 56,00 US-Dollar
  • Edelmetalle bleiben angesichts der Ölpreisrally unter Druck.
  • Die Bären nehmen das bisherige Jahrestief bei 54,77 US-Dollar ins Visier.

Silber (XAG/USD) hat am Donnerstag seinen übergeordneten Abwärtstrend wieder aufgenommen und ist nach einer dynamischen Abwärtswende aus dem Bereich von 58,00 US-Dollar auf Tagestiefs unter 56,00 US-Dollar gefallen. Edelmetalle stehen am Donnerstag unter Druck, belastet durch höhere Ölpreise. Dies hat die Silberbären darin bestärkt, die bisherigen Jahrestiefs bei 54,77 US-Dollar erneut zu testen.

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Die Rohölpreise erhielten am Donnerstag neuen Auftrieb durch Berichte, wonach Israel erwägt, nach den US-Zwischenwahlen erneut Angriffe auf den Iran durchzuführen. Dies würde ein Ende des Konflikts auf dem Verhandlungsweg weiter erschweren.

Unterdessen haben die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi auf Saudi-Arabien zugenommen. Bei einem Drohnenangriff auf das Ölfeld Shaybah von Aframco sollen zwei Menschen getötet worden sein. Der Angriff hat erneut Sorgen über Unterbrechungen der saudischen Öllieferungen ausgelöst. Der Preis für Brent-Rohöl ist in den vergangenen zwei Tagen um mehr als 2 % gestiegen und liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei über 108,00 US-Dollar je Barrel, ganz in der Nähe des Mitte Mai erreichten Fünfmonatshochs von 109,37 US-Dollar.

Technische Analyse: Die Bären nehmen das Tief von 2026 bei 54,77 US-Dollar ins Visier

Chart Analysis XAG/USD


XAG/USD notiert bei 56,20 US-Dollar und bewegt sich weiterhin innerhalb eines breiten Abwärtskanals. Die Momentumindikatoren deuten auf eine zunehmende Abwärtsdynamik hin. Der Relative-Stärke-Index (RSI, 14) im Vierstundenchart liegt bei etwa 36 und signalisiert anhaltenden Abwärtsdruck, ohne jedoch extrem überverkaufte Niveaus zu erreichen. Zugleich ist der Moving Average Convergence Divergence (MACD) in den negativen Bereich gerutscht. Dies deutet darauf hin, dass Erholungsversuche innerhalb des vorherrschenden Abwärtstrends weiterhin fragil bleiben.

Die unmittelbare Unterstützung liegt im Bereich zwischen den Tiefs der vergangenen Woche bei 55,10 US-Dollar und dem erwähnten Tief von 2026 bei 54,77 US-Dollar. Weiter unten verläuft die Untergrenze des seit den Augusthochs bestehenden Abwärtskanals derzeit bei etwa 53,65 US-Dollar.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der jüngsten Spannenobergrenze bei rund 58,501 US-Dollar. Die obere Begrenzung des Abwärtskanals nahe 60,35 US-Dollar bildet eine weitere Hürde, bevor die Hochs von Anfang Oktober bei etwa 62,00 US-Dollar in den Fokus rücken.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Häufig gestellte Fragen zu Silber

Silber ist ein Edelmetall, das unter Anlegern rege gehandelt wird. Historisch wurde es als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt. Obwohl es weniger beliebt ist als Gold, können Händler auf Silber setzen, um ihr Anlageportfolio zu diversifizieren, wegen seines inneren Werts oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation. Anleger können physisches Silber in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Anlageinstrumente wie börsengehandelte Fonds (ETFs) handeln, die seinen Preis an den internationalen Märkten abbilden.

Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer schweren Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen steigen lassen, wenn auch in geringerem Maße als bei Gold. Da Silber keine laufenden Erträge abwirft, steigt sein Preis tendenziell bei niedrigeren Zinsen. Seine Kursentwicklung hängt auch vom US-Dollar (USD) ab, da das Edelmetall in Dollar notiert wird (XAG/USD). Ein starker Dollar dämpft in der Regel den Silberpreis, während ein schwächerer Dollar die Preise eher nach oben treibt. Weitere Faktoren wie die Investmentnachfrage, das Angebot aus der Minenförderung – Silber kommt deutlich häufiger vor als Gold – und die Recyclingquoten können die Preise ebenfalls beeinflussen.

Silber wird in der Industrie vielfach eingesetzt, insbesondere in Bereichen wie der Elektronik und der Solarenergie, da es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist – höher als die von Kupfer und Gold. Ein kräftiger Nachfrageanstieg kann die Preise erhöhen, während ein Nachfragerückgang sie tendenziell sinken lässt. Auch die wirtschaftliche Entwicklung in den USA, China und Indien kann zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China setzen die großen Industriesektoren Silber in verschiedenen Prozessen ein. In Indien spielt zudem die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine entscheidende Rolle bei der Preisbildung.

Der Silberpreis folgt tendenziell den Bewegungen des Goldpreises. Steigt der Goldpreis, zieht Silber üblicherweise nach, da beide Metalle einen ähnlichen Status als sichere Häfen genießen. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber dem Wert einer Unze Gold entsprechen, kann dabei helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle einzuschätzen. Manche Anleger betrachten ein hohes Verhältnis als Hinweis darauf, dass Silber unterbewertet oder Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.