Der US-Dollar behält seinen Renditevorteil: Warum die Nachfrage nach sicheren Häfen ihn gegenüber dem japanischen Yen dennoch unter Druck setzte

Der US-Dollar (USD) hat gegenüber dem japanischen Yen (JPY) einen deutlichen Rückschlag erlitten. USD/JPY stürzte aus dem Bereich von 158,20 auf Tagestiefs um 156,08 ab, da sinkende Renditen von US-Staatsanleihen und eine sprunghaft gestiegene geopolitisch bedingte Risikoaversion eine starke Nachfrage nach dem Yen als sicherem Hafen auslösten. Zwar verfügt der US-Dollar gegenüber den meisten wichtigen Währungen weiterhin über einen Renditevorteil, doch höhere japanische Inflationswerte und ein solides Wachstum der Privatwirtschaft bremsen seine Dynamik gegenüber dem JPY. Die Strategen von UOB und BBH prüfen, ob dieser starke Kursrückgang in den überverkauften Bereich lediglich einen vorübergehenden taktischen Rücksetzer innerhalb einer breiteren Handelsspanne von 155,00–160,00 darstellt oder den Beginn eines tiefgreifenderen strukturellen Positionsabbaus markiert.

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USD/JPY daily chart
USD/JPY-Tageschart

UOB: Abwärtsdynamik dürfte USD/JPY in Richtung 156,00 und 155,50 drücken

Quek Ser Leang und Lee Sue Ann von UOB betonen die plötzliche Beschleunigung der Abwärtsdynamik bei USD/JPY. Das Währungspaar brach aus seiner jüngsten Konsolidierungszone von 157,70–158,80 nach unten aus und fiel auf 156,67. Obwohl die technischen Indikatoren kurzfristig einen stark überverkauften Zustand anzeigen, erwarten sie, dass USD/JPY seinen Rückgang in Richtung 156,00 ausweitet, bevor eine Stabilisierung einsetzt. Der starke Widerstand liegt inzwischen tiefer bei 157,30.

„In einer plötzlichen, heftigen Bewegung fiel der USD auf ein Tief von 156,67. Die rasche Zunahme der Abwärtsdynamik deutet darauf hin, dass der USD voraussichtlich weiter nachgeben wird. Unterstützungen liegen bei 156,00 und 155,50. Auf der Oberseite würde ein Anstieg über 157,80 bedeuten, dass der USD nicht weiter fällt ... Trotz des stark überverkauften Zustands könnte sich der Rückgang bis auf 156,00 ausweiten, bevor mit einer Stabilisierung zu rechnen ist.“

BBH: Zuflüsse in den sicheren Hafen JPY dürften USD/JPY in der Spanne von 155,00–160,00 halten

Elias Haddad von Brown Brothers Harriman (BBH) hebt hervor, dass der japanische Yen die Kursgewinne am globalen Devisenmarkt anführt, da Anleger angesichts der Marktvolatilität Sicherheit suchen. Höhere japanische Inflationswerte (Kerninflation von 2,4 %) und robuste Einkaufsmanagerindex-Daten (52,3) untermauern zwar die längerfristigen Argumente für Zinserhöhungen der Bank of Japan (BoJ). Die geringen Markterwartungen an einen Zinsschritt im Oktober (Wahrscheinlichkeit von 2 %) sprechen jedoch dafür, dass USD/JPY innerhalb der klar definierten Spanne von 155,00–160,00 bleiben dürfte, sofern sich die Risikoaversion nicht verstärkt.

„Der JPY führt die Kursgewinne an und unterstreicht damit seinen Status als sicherer Hafen schlechthin unter den Währungen. Japans Verbraucherpreisdaten für September und der Einkaufsmanagerindex für Oktober sprechen für weitere Zinserhöhungen der BoJ ... Dennoch dürfte die BoJ das Straffungstempo kaum erhöhen, da sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation unter ihrer Prognose von 2,5 % für 2026 liegen. Die Swapkurve preist lediglich eine Wahrscheinlichkeit von 2 % für eine Zinserhöhung der BoJ um 25 Basispunkte auf 1,50 % am 30. Oktober und eine Wahrscheinlichkeit von 80 % für eine Erhöhung am 18. Dezember ein ... Damit dürfte USD/JPY kurzfristig innerhalb einer Spanne von 155,00–160,00 handeln.“

Zentrale Erkenntnis

Der starke Rückgang von USD/JPY in Richtung 156,08 zeigt, dass der US-Dollar trotz seiner insgesamt anhaltenden makroökonomischen Dominanz anfällig für einen plötzlichen Anstieg der Nachfrage nach dem Yen als sicherem Hafen und für sinkende Renditen von US-Staatsanleihen bleibt. Während UOB davor warnt, dass die technische Dynamik USD/JPY kurzfristig weiter in Richtung 156,00 und 155,50 drücken könnte, betont BBH, dass sich die Erwartungen an eine geldpolitische Straffung der Bank of Japan weitgehend auf Dezember verschoben haben (Wahrscheinlichkeit von 80 %). Das Währungspaar dürfte daher innerhalb eines breiteren Handelskorridors von 155,00–160,00 solide strukturelle Unterstützung finden.


(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur geprüft. Mehr erfahren.)